Wein in Gefahr?

Unterfranken. Die Sonne scheint. Weinberge in Steillage. Ein wunderschöner Blick über die Landschaft und ein Winzerpaar das sensationellen Naturwein herstellt.

Auf den ersten Blick wirkt es so als wenn hier die Welt noch in Ordnung wäre. Doch sobald man mit den Winzer*innen ins Gespräch kommt wird klar, dass die Klimakrise nicht mehr zu übersehen ist. Spätestens seit dem Rekordsommer 2003, so die übereinstimmende Meinung der Winzer*innen. Jetzt könnte man denken der Weinanbau profitiere von der Erwärmung. Das ist aber nicht der Fall.

Die Erderwärmung führt dazu, dass die Pflanzen viele Wochen früher austreiben. Das erhöht die Gefahr von Spätfrost, denn im April ist die Wahrscheinlichkeit höher als im Mai. Dieses Problem trifft nicht nur den Weinanbau, sondern den gesamten Obstbau. Und wenn die Blüte erfriert, kann es geschehen, dass die Ernte komplett ausfällt. Hinzu kommen dann noch Dürre und Wassermangel.

Deshalb brauchen wir eine Anpassungsstrategie für die Landwirtschaft. Das bedeutet:

✅ robuste Sorten

✅ gesunde humusreiche Böden

✅ eine angepasste Wassermanagementstrategie

Insbesondere den Böden kommt eine große Bedeutung zu. Humusreiche Böden stellen den Pflanzen deutlich mehr Wasser zur Verfügung und können bei Regen mehr Wasser aufnehmen. Doch diese Strategien alleine reichen nicht: wir müssen die Ursachen der Klimakrise bekämpfen! Was wir schon jetzt erleben, findet statt bei 1 Grad Durchschnittstemperaturerhöhung. Wir sollten deshalb unbedingt verhindern, dass die Temperatur um 3 oder 4 Grad steigt.

Ich bin der Meinung wir brauchen eine Doppelstrategie aus Anpassung und Bekämpfung der Klimakrise. Wie seht ihr das?