Korallenriffe: Das bedrohte Zuhause einer Vielzahl von Fischarten

In Korallenriffen lebt eine unglaubliche Vielzahl von verschiedenen Fischarten. Eine häufig ziemlich neugierige Art ist z.B. der gefleckte Kaninchenfisch (wissenschaftlich Siganus punctatus) auf dem Foto. Sie fressen vorwiegend Algen und werden Kaninchenfisch genannt, weil sie ihre Oberlippe beim Fressen ähnlich einsetzen wie Kaninchen.

Korallenriffe sind insgesamt die artenreichsten Bereiche des Meeres. Steinkorallen sind die wichtigsten Riffbildner in tropischen Meeren. Weitere Gruppen sind die Feuerkorallen und die Blaue Koralle. Sie gehört zu einer Gruppe, die bis auf wenige Arten alle vor Jahrmillionen bereits ausgestorben sind. Eine weitere wichtige Gruppe sind die Kalkrotalgen.

Korallen sind keine Pflanzen sondern Tiere, genauer genommen sind sie sessile Nesseltiere. Das bedeutet, dass sie mit Quallen verwandt sind. Die riffbildenden Korallen leben in Symbiose mit Algen. Die Algen versorgen die Nesseltiere mit Zucker und die Nesseltiere wiederum bieten den Algen Schutz und Zugang zu Sonnenlicht. Riesenmuscheln leben auf sehr ähnliche Weise, auch sie beherbergen Algen.

Neben Muscheln lebt in den Korallenriffen eine große Vielzahl an Fischarten. Die kleinen Riffbarsche der Gattung Chromis bspw. verstecken sich sehr gerne zwischen Geweihkorallen. Weitere bekannte Arten sind die Kaiserfische, wie z.B. der Sechs-Binden-Kaiserfisch und die Drückerfische, wie z.B, der Picasso-Drückerfisch.

Besonders auffallende Arten sind allerdings die Anemonenfische.

Anemonenfische leben – wie der Name schon sagt – in enger Symbiose mit Anemonen. Sie sind durch ihre Haut gegen das Gift der Anemonen geschützt. Die Anemone schützt die Fische gegen Raubfische und die Fische vertreiben wiederum die Fressfeinde der Anemonen. Verlieren Anemonen ihre Fischpartner, werden sie ziemlich rasch von Falterfischen gefressen.

Anemonenfische sind nicht die schnellsten Schwimmer. Doch sie haben eine, andere viel interessante Fähigkeit: 2 Anemonenfische, die gemeinsam an einer Anemone leben, sind in der Lage ihr Geschlecht zu ändern. So wird sichergestellt, dass ein Weibchen und ein Männchen da ist – ohne dass der verhältnismäßig sichere Ort der Anemone verlassen werden muss.

Dies sind nur einige der vielen Beispiele für die spannenden Lebensgemeinschaften in den Korallenriffen. Wie ihr euch sicher denken könnt, sind sie stark gefährdet. Die Gründe sind:

1 Erwärmung der Meere durch die Klimakrise

2 Versauerung durch CO2, denn es setzt sich mi Meer zu Kohlensäure um und greift alle Skelette oder Schalen aus Kalk an

3 Verschmutzung durch Rohöl und Überdüngung

4 Überfischung

Wenn wir die Korallenriffe retten wollen, müssen wir also die Klimakrise bekämpfen und die Überdüngung und Überfischung beenden.