Interview: „In Bayern hat es auch sehr lange gedauert“

Mit NTV​ habe ich über die Rolle der Grünen in Ostdeutschland und die Bedeutung der Verkehrspolitik gesprochen.

Es ist unhaltbar, wenn ganze Regionen und Städte buchstäblich abgehängt werden. Chemnitz, die drittgrößte Stadt Sachsens, hat zum Beispiel überhaupt keinen Anschluss an den Fernverkehr. Das halte ich für fahrlässig und verantwortungslos. Jede Großstadt ab 100.000 Einwohnern sollte einen Anspruch auf eine Fernverkehrsanbindung haben. Und es braucht kurze Umsteigezeiten sowie verlässliche Fahrtzeiten für Bus und Bahn. Das kann ein Fünf-Minuten-Takt in den Innenstädten sein und darf nicht über zwei Stunden in sehr ländlichen Gegenden hinaus reichen.

Die DB gehört zu 100 Prozent der öffentlichen Hand, da muss die Regierung die Gelder effizienter einsetzen und vor allem zusätzlich investieren. Es gibt eine Schätzung, dass die vernünftige Anbindung aller Großstädte an den getakteten Fernverkehr zwischen 50 und 300 Millionen Euro kosten würde. Beim Nahverkehr müssten mehr Steuergelder fließen. Das ist eine Investition, die sich auszahlt, und von der alle profitieren.

Hier könnt Ihr das komplette Interview auf n-tv.de lesen.