Impfstoffe gegen Sars-CoV-2

20.12.2020 – Mehrere Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 sind kurz vor der Zulassung. In Europa soll am 27.12. mit den Impfungen begonnen werden. Das sind gute Nachrichten. Allerdings ist es nicht möglich sofort Millionen und weltweit Milliarden von Menschen zu impfen. Deshalb werden wir noch einige weitere Monate mit der Pandemie leben müssen. Doch es gibt weitere gute Nachrichten: Es sind mittlerweile Schnelltests entwickelt worden, mit denen innerhalb weniger Minuten Infektionen festgestellt werden können.

Diese Schnelltests heißen Antigentests. Darüber hinaus gibt es aber auch noch PCR-Tests (PCR = Polymerase-Ketten-Reaktion) und Antikörpertests.

Doch wie funktionieren diese Tests genau? Und wie unterscheiden sie sich?

1) der Antikörpertest
Mit dem Antikörpertest wird festgestellt, ob ein Menschen Antikörper gegen eine Infektion im Körper hat. In Bezug auf Corona, also Antikörper gegen Sars-CoV-2. Er lässt Rückschlüsse darüber zu, wie viele Menschen bereits so stark mit Sars-CoV-2 infiziert warn, dass sie Antikörper entwickelt haben. So verstehen wir die Ausbreitungsdynamik des Virus besser, z.B. bei Kindern. Mit diesem Wissen können dann bessere Maßnahmen für die Schulen entwickelt werden.

2) der PCR-Test
Mit dem PCR-Test wird festgestellt, ob die getestete Person im Moment der Probenentnahme mit dem Virus infiziert ist. Dieses Verfahren ist sehr exakt und kann noch geringste Virenmengen erkennen. Der Nachteil ist allerdings, dass die Probe in einem Labor bearbeitet werden muss. Es dauert also etwas länger, bis ein Ergebnis vorliegt.

3) der Antigentest bzw. der Schnelltest
Der Antigentest reagiert auf die Proteine des Virus. Sein Vorteil ist, dass das Ergebnis innerhalb von Minuten vorliegt. Es gibt allerdings auch einen Nachteil: Der Test reagiert nicht, wenn nur eine geringe Virenmenge vorhanden ist.
Gute Schnelltests erkennen aber dennoch bis zu 90% der Infizierten.

Bei der langfristigen Bekämpfung der Pandemie geht es darum, die Zahl der Kontakte von Infizierten möglichst stark zu reduzieren. Dazu dient einerseits die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, aber auch Schnelltests können eine Hilfe sein. Dank ihnen ist es möglich, in sehr kurzer Zeit viele Infizierte zu erkennen. Das ist vor allem bei Pflege- und Altenheimen und für Schulen wichtig.
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