Die fantastische Natur unter dem Meeresspiegel

In einer Reihe von phantastischen Romanen und Filmen eröffnet sich hinter einem Spiegel eine neue Welt. Eine Welt mit eigenen Regeln und oft mit einer ungewöhnlich fantastischen Natur. Für mich ist diese Welt unter dem Meeresspiegel .

Mit einer Tauchermaske und einem Schnorchel, ist es möglich in diese Welt einzutauchen. Hier kann sie ganz real kennengelernt werden. Es ist eine Welt voller ungewöhnlicher Tiere, mit Seegraswiesen, Algenwäldern, Korallenriffen und auch Blumentieren. Doch diese Welt ist noch immer erstaunlich schlecht erforscht. Es werden immer wieder neue unbekannte Arten gefunden und das nicht nur in tieferen Meeresschichten sondern auch im Flachwasser.

Selbst neue Walarten werden noch entdeckt. 2016 veröffentlichten Wissenschaftler*innen eine Untersuchung nach der es eine weitere bisher unbekannte Schnabelwalart im Pazifik gibt. Die Tiere werden immerhin bis zu 7 Meter lang und mehrere Tonnen schwer. Nach heutigem Kenntnisstand gibt es ca. 20 Arten von Schnabelwaren. Sie sind schwer zu beobachten. Man weiß, dass sie sie in großer Tiefe Fische und Kopffüßer jagen. Manche Schnabelwalarten können tiefer tauchen als alle anderen Säugetierarten, sogar tiefer als Pottwale. Für den Cuvier-Schnabelwal ist bsplw. nachgewiesen, dass er nicht nur über 2 Stunden, sondern auch fast 3000 Meter tief tauchen kann.

Obwohl die Tiere der  Wissenschaft noch weitgehend unbekannt sind und ihr Lebensraum sehr abgelegen ist, ist ihr Lebensraum bereits gefährdet. Es sind insbesondere die Verschmutzung mit Makroplastik und langlebige Gifte wie Quecksilber und PCB, die die Tiere gefährden. Makroplastik sind größere Plastikteile. Sie gefährden insbesondere größere Meereslebewesen wie Wale, Delphine und Meeresschildkröten sowie Seevögel wie Pelikane. Der Grund ist, dass die Tiere Plastikteile mit Nahrung verwechseln. Das Plastik verstopft ihre Mägen und sie sterben schließlich daran.

Jahr für Jahr werden viele Millionen Tonnen von Plastik von uns Menschen ins Meer geworfen. Wir brauchen deshalb einen anderen Umgang mit Plastik – besonders mit Verpackungsplastik. Wichtig ist, dass wir unnötiges Plastik vermeiden. Was können wir tun? Wir können verhindern, dass Verpackungsplastik weiterhin zu billig ist, indem wir die Steuerbefreiung für den Rohöleinsatz für Plastik beenden. Das sind immerhin 700 Millionen Euro im Jahr. Außerdem sollten wir Plastik so oft wie möglich durch Mehrweg ersetzen und die Recyclingquote erhöhen. In Fällen, in denen Plastik unvermeidbar ist, sollte nur abbaubares Plastik verwendet werden. Nur so retten wir die Lebewesen vor einem qualvollen Tod.