TTIP und CETA stoppen – für fairen Handel und eine gerechte Globalisierung

Die Globalisierung verändert die Welt in Höchstgeschwindigkeit. Sie hat Arbeitsplätze vernichtet und geschaffen, technologischen Fortschritt gebracht und Lebensgrundlagen zerstört, sie produziert Verlierer und Gewinner, Arme und Reiche. Und sie hat den demokratischen Gestaltungsspielraum verkleinert. Den schlechten Seiten der Globalisierung kann ich nicht tatenlos gegenüber stehen: Ich kämpfe für den Vorrang demokratischer Politik und gegen eine marktkonforme Demokratie. Ich kämpfe für faire ökologische und soziale Regeln für die Globalisierung. Denn nur dann kann sie uns allen gemeinsam nutzen.

Für fairen Handel und gegen TTIP und CETA

TTIP und CETA bedeuten die weitere Durchökonomisierung unserer Gesellschaft. Sie bringen Klageprivilegien für Konzerne, untergraben die Demokratie und gefährden Umwelt- und Verbraucherschutz. Hohe Standards sollten aber Ziel und nicht Zielscheibe guter Handelspolitik sein. Weil nur fairer Handel auch freier Handel ist. Dafür setze ich mich gemeinsam mit vielen anderen in Deutschland und Europa ein.

Für Klimaschutz und gute Landwirtschaft

Die armen Länder zahlen den höchsten Preis für die Klimakrise. Eine gerechte Globalisierung bedeutet deswegen ehrgeizigen Klimaschutz. Das Klimaabkommen von Paris ist ein guter Anfang. – jetzt muss es an die Umsetzung gehen. Die Landwirtschaft muss ihren Beitrag dazu leisten. In Brasilien gibt es Soja-Felder bis zum Horizont, wo früher Regenwald stand. Das Soja landet dann in unseren Ställen. Deswegen ist eine gute Landwirtschaftspolitik hier ein Beitrag für eine bessere Globalisierung.

Für ein Ende der Ausbeutung

Europäische Hochsee-Trawler fischen die Fanggründe Westafrikas leer und rauben den Fischern dort ihre Existenz. Billighühnchen aus Europa überschwemmen afrikanische Märkte und lassen den örtlichen Bauern keine Chance. Unser Ressourcenhunger befeuert Kriege um Öl, Mineralien und Wasser. Das muss nicht so bleiben, wir können eine faire Globalisierung erreichen. Mit einer gerechten Agrar- und Handelspolitik, mit einer Politik, die über den eigenen Tellerrand hinaus denkt. Dafür setze ich mich mit vielen anderen ein.

Für mehr Geld in der Entwicklungspolitik

1970 versprachen die reichen Länder, 0,7% ihrer Wirtschaftsleistung für die Entwicklungspolitik auszugeben. Deutschland bricht dieses Versprechen jedes Jahr aufs Neue. Wir sollten es schnell einlösen. Unser Wohlstand hängt direkt ab vom Zustand der restlichen Welt. Gemeinsam sollten wir dafür sorgen, dass es nicht nur uns gut geht, sondern auch der restlichen Welt. Jetzt und in Zukunft.

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Bildnachweis: Bild oben: flickr / tareqsalahuddin. Bild unten: Tobias Herrmann