Industrielle Nutztierhaltung ist laut Anton Hofreiter nicht zukunftsfähig

eder sollte wissen: Die industrielle Massentierhaltung bedeutet nicht nur systematische Tierqual, sie schadet auch uns Menschen über viele unterschiedliche Wege. Die deutsche Fleischproduktion hängt über die Fütterung am Tropf der Sojaimporte aus Südamerika. Dafür werden dort Regenwälder gerodet und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von ihrem Land vertrieben – manchmal sogar ermordet.

Hier in Deutschland herrschen teils miserable Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen. Unser Grundwasser wird durch die Güllefluten aus den Mega-Ställen zunehmend verschmutzt. Und resistente Killerkeime aus dem Stall stellen mittlerweile eine erstzunehmende Bedrohung für unsere Gesundheit dar.

Wir müssen die Landwirtschaftspolitik vom Kopf auf die Füße stellen. Wir müssen unsere Art vom Umgang mit Tieren und der Natur grundlegend überdenken. Angefangen mit höheren gesetzlichen Mindeststandards, zum Beispiel beim Umwelt- und Tierschutz. Bis hin zur Art und Weise, wie wir mit Ländern des globalen Südens umgehen. Da geht es um Handelsverträge und ungerechte Subventionspolitik.

Klar ist dabei für uns: Wir wollen unsere Bäuerinnen und Bauern mitnehmen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Deshalb halten wir Grüne einen Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren für realistisch.

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Quelle: www.ksta.de